{"id":16793,"date":"2019-12-09T10:41:22","date_gmt":"2019-12-09T09:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sms77.io\/?p=16793"},"modified":"2023-02-16T13:45:46","modified_gmt":"2023-02-16T12:45:46","slug":"5g-die-grundlagen-und-der-aktuelle-stand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seven.io\/de\/blog\/5g-die-grundlagen-und-der-aktuelle-stand\/","title":{"rendered":"5G – Die Grundlagen und der aktuelle Stand"},"content":{"rendered":"

5G ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Die Einen freuen sich, weil es vielversprechende neue Anwendungen im mobilen Internet erlaubt – von Videostreaming bis zum „Internet of Things“. Die Anderen f\u00fcrchten, dass durch neue Funkmasten gef\u00e4hrliche Strahlen den menschlichen K\u00f6rper belasten k\u00f6nnten – auch wenn es daf\u00fcr keine stichhaltigen Belege oder Studien gibt. \u00a0In den letzten Wochen verk\u00fcndeten sowohl die Netzbetreiber als auch die Bundesregierung Pl\u00e4ne f\u00fcr den Ausbau des Netzes. Wir haben die wichtigsten Informationen hier zusammengefasst.<\/strong><\/p>\n

Was ist eigentlich 5G?<\/h2>\n

5G ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr Fifth Generation<\/strong>, zu Deutsch F\u00fcnfte Generation. Der Name ist Programm: es handelt sich um die f\u00fcnfte Generation einer Reihe von Standards f\u00fcr mobiles Internet und Mobiltelefonie. Einfach gesagt ist es die Weiterentwicklung von LTE<\/strong> (4G). Von 5G erhoffen sich Nutzer und Betreiber vor allem hohe Daten\u00fcbertragungsraten<\/strong> und geringe Latenzzeiten<\/strong>. W\u00e4hrend in den USA, Korea und einigen anderen L\u00e4ndern bereits 5G-Netze verf\u00fcgbar sind, ging der Ausbau aus verschiedenen Gr\u00fcnden in Europa bisher eher schleppend voran. Zu diesen Gr\u00fcnden geh\u00f6ren neben aufw\u00e4ndigen und langwierigen Genehmigungsverfahren auch Widerst\u00e4nde in der Bev\u00f6lkerung oder schlicht fehlende Kapazit\u00e4ten der Bauunternehmen. In Deutschland ist 5G bislang nur in einigen der gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten verf\u00fcgbar.<\/p>\n<\/div><\/div>[vc_line_chart x_values=“Geschwindigkeit in GBit\/s; Latenzzeit in ms;“ values=“%5B%7B%22title%22%3A%224G%22%2C%22y_values%22%3A%221%3B%205%3B%22%2C%22color%22%3A%22blue%22%7D%2C%7B%22title%22%3A%225G%22%2C%22y_values%22%3A%2210%3B%201%3B%20%22%2C%22color%22%3A%22pink%22%7D%5D“ title=“4G und 5G im Vergleich“ css=“.vc_custom_1575883469179{padding-top: 4rem !important;padding-right: 4rem !important;padding-bottom: 4rem !important;padding-left: 4rem !important;border-radius: 35px !important;}“]<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Technische Fragen, die das Thema schwieriger machen<\/h2>\n

F\u00fcr ein effektives 5G-Netz muss ein Kompromiss zwischen Reichweite und \u00dcbertragungsrate<\/strong> gefunden werden. Die „schnellsten“ Frequenzen haben nur eine Reichweite von einigen hundert Metern. Das ist in St\u00e4dten unproblematisch, aber in l\u00e4ndlichen Gebieten nicht sinnvoll. F\u00fcr den niedrigeren Frequenzbereich, der eine gr\u00f6\u00dfere Abdeckung in der Fl\u00e4che erlauben w\u00fcrde, sind kaum noch Frequenzen verf\u00fcgbar. Ende 2020 k\u00f6nnte 3G eingestellt werden<\/a>, die bislang hierf\u00fcr genutzten Frequenzen w\u00fcrden also frei werden und k\u00f6nnten mit genutzt werden. In anderen L\u00e4ndern, etwa der Schweiz, wird aber auch 2G (EDGE) eingestellt. In Deutschland wird 2G weiter genutzt – etwa f\u00fcr den Versand von SMS<\/strong> und \u00fcberall dort, wo weder LTE noch 5G verf\u00fcgbar ist. Das Einstellen veralteter Mobilfunkstandards stellt nat\u00fcrlich auch diejenigen Nutzer vor Probleme, die noch mit \u00e4lteren Ger\u00e4ten arbeiten. Ein vollst\u00e4ndiges Umr\u00fcsten der Mobilnetze auf ausschlie\u00dflich 4G und 5G macht aber erst Sinn, wenn alle Nutzer dar\u00fcber auch Anrufe und SMS<\/strong> t\u00e4tigen k\u00f6nnen. Technisch ist es durchaus machbar, SMS \u00fcber LTE<\/strong> zu verschicken (SMS over IP<\/a>). Allerdings wird das bisher nur wenig genutzt. Vollst\u00e4ndig auf LTE umzuschalten macht erst Sinn, wenn alle Nutzer auch 4G empfangen k\u00f6nnen. Hier sind die Netzbetreiber gefragt, die die Netzabdeckung verbessern m\u00fcssen. Da 5G keine v\u00f6llig neue Erfindung, sondern eine Weiterentwicklung des 4G-Standards darstellt, sollten SMS over IP auch im 5G-Netz funktionieren, dann mit noch schnellerer \u00dcbertragung.<\/p>\n<\/div><\/div>

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Warum ist 5G \u00fcberhaupt n\u00f6tig?<\/h2>\n

Es gibt zwei Trends, die das Datenaufkommen im mobilen Internet in den letzten Jahren drastisch erh\u00f6ht haben. Zum Einen sind das Videostreaming-Dienste<\/strong>, von Twitch und Youtube bis zu Netflix und Amazon Prime. Diese erfreuen sich immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit, und mit dem Aufkommen immer neuer Dienste wie Disney+ wird dieser Trend auch nicht so schnell vorbeigehen. Zum Anderen gibt es immer mehr smarte Endger\u00e4te<\/strong>, etwa K\u00fchlschr\u00e4nke, Toaster, T\u00fcrklingel-Systeme und mehr. Diese fasst man unter dem Begriff Internet of Things, kurz IoT, zusammen. Und da diese Ger\u00e4te ebenfalls \u00fcber mobile Daten Informationen austauschen, belasten sie die existierenden Bandbreiten noch weiter. Laut Telekom Deutschland erwarten Experten weltweit bis zu 100 Milliarden vernetzte Ger\u00e4te<\/strong> Ende 2020.<\/p>\n

Aber auch f\u00fcr andere Anwendungen, zum Beispiel das erwartete erh\u00f6hte Datenaufkommen durch eine breite Anwendung von RCS<\/a> oder durch autonome Fahrzeuge<\/strong>, ist 5G eine wichtige Grundlage.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Plan der deutschen Netzbetreiber<\/h2>\n

Eine der Auflagen f\u00fcr die Versteigerung der 5G-Frequenzen Anfang 2019 war das Schlie\u00dfen der L\u00f6cher in der 4G-Abdeckung<\/strong>. Diese sind vor allem in l\u00e4ndlichen Gebieten und an Verkehrsadern noch immer ein gro\u00dfes Problem. Obwohl LTE eigentlich allgemein verf\u00fcgbar sein sollte, gibt es noch immer Gegenden, in denen teils nicht einmal 3G empfangen wird. Die drei gro\u00dfen Netzbetreiber – Telekom, Vodafone und Telef\u00f3nica – wollen in den n\u00e4chsten Jahren bis zu 6000 Funkmasten<\/strong> bauen und diese gemeinschaftlich nutzen. Bei angemessener Beteiligung an den Kosten soll daran auch der neue Anbieter 1&1\/Drillisch beteiligt werden.<\/p>\n<\/div><\/div>

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…und der Bundesregierung<\/h2>\n

Da es einige Gegenden gibt, die aufgrund d\u00fcnner Besiedlung f\u00fcr die Netzbetreiber nicht attraktiv bzw. wirtschaftlich w\u00e4ren, gibt die Bundesregierung 5000 Standorte f\u00fcr Funkmasten<\/strong> frei, die sich in ihrem Besitz befinden. F\u00fcr diese Standorte sollen beschleunigte Genehmigungsverfahren gelten. So sollen auch diese Orte m\u00f6glichst bald zu ihrer Abdeckung mit schnellem mobilem Internet kommen. Weiterhin m\u00f6chte der Bund durch vermehrte Aufkl\u00e4rung und Information<\/strong> daf\u00fcr sorgen, dass weniger B\u00fcrgerinitiativen den Netzausbau weiter bremsen.<\/p>\n<\/div><\/div>

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