{"id":20139,"date":"2020-07-09T08:18:54","date_gmt":"2020-07-09T06:18:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sms77.io\/?p=20139"},"modified":"2023-03-29T10:26:10","modified_gmt":"2023-03-29T08:26:10","slug":"sms-oder-whatsapp-business-was-brauche-ich-in-meinem-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.seven.io\/de\/blog\/sms-oder-whatsapp-business-was-brauche-ich-in-meinem-unternehmen\/","title":{"rendered":"SMS oder WhatsApp Business, was brauche ich in meinem Unternehmen?"},"content":{"rendered":"

Was Sie \u00fcber WhatsApp Business wissen sollten.<\/h2>\n<\/div><\/div>

Im Februar 2020 hatte WhatsApp 2 Milliarden aktive Nutzer weltweit. In Deutschland nutzen den Messenger jeden Tag fast 58\u00a0Millionen Menschen. Diese Zahlen sind nat\u00fcrlich auf den ersten Blick beeindruckend und lassen das ein oder andere Marketer-Herz h\u00f6her schlagen. Daher nutzten Unternehmen WhatsApp in der Vergangenheit zum Versand von Newslettern oder Angeboten. Dem schob WhatsApp aber einen Riegel vor, als im Dezember 2019 die Nutzungsbedingungen angepasst wurden. Seitdem ist der Newsletter-Versand auch ganz offiziell verboten \u2013 vorher was das ganze eine rechtliche Grauzone. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst die Meta-Tochter das Potential nicht ungenutzt: F\u00fcr Unternehmen wird bereits seit dem Jahr 2018 WhatsApp Business angeboten. Doch was genau ist WhatsApp Business und was sind Vorteile und Nachteile des Dienstes?<\/strong><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Was ist WhatsApp Business?<\/h3>\n

Kurz gesagt ist WhatsApp Business eine Anwendung, die es Unternehmen erlaubt \u00fcber WhatsApp mit ihren Kunden zu kommunizieren.<\/p>\n

Es gibt zwei unterschiedliche M\u00f6glichkeiten, wie Sie WhatsApp Business nutzen k\u00f6nnen. Kleine Firmen mit bis zu f\u00fcnf Mitarbeitern k\u00f6nnen (theoretisch) auf die kostenfreie App zur\u00fcckgreifen*. M\u00f6chte man die Nachrichten an das eigene CRM-System anbinden, was f\u00fcr die meisten gr\u00f6\u00dferen Firmen unverzichtbar sein d\u00fcrfte, muss die kostenpflichtige API (\u201eWhatsApp Business Solution\u201c) angebunden werden. Schauen wir uns die beiden M\u00f6glichkeiten doch etwas genauer an.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>

*Aufgepasst: Die WhatsApp Business App ist nicht DSGVO-konform!<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

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Die App \u2013 \u201eWhatsApp Business\u201c<\/h3>\n

Wenn wir ehrlich sein d\u00fcrfen: Die frei verf\u00fcgbare WhatsApp Business App d\u00fcrfte hierzulande f\u00fcr kaum ein Unternehmen eine sinnvolle L\u00f6sung darstellen. WhatsApp wirbt damit, dass Unternehmensprofile, Schnellantworten, Labels, Kataloge und automatisierte Nachrichten (Begr\u00fc\u00dfungsnachricht und Abwesenheitsnachricht) in der Business-App verf\u00fcgbar seien. Leider sind aber auch die sch\u00f6nste Funktionen wertlos, wenn man sie nicht richtig nutzen kann. Und genau das stellt sich in der WhatsApp Business App als sehr schwierig heraus.\u00a0<\/span><\/p>\n

Leider ist es n\u00e4mlich zum aktuellen Zeitpunkt in Deutschland nicht wirklich m\u00f6glich, die App datenschutzkonform zu nutzen. Das Problem: WhatsApp greift auf das Kontaktbuch des Telefons zu und gleicht die Daten auf seinen Servern ab. Dies ist in Deutschland eigentlich datenschutzrechtlich nicht zul\u00e4ssig, wenn die Inhaber der Nummer nicht im Voraus zugestimmt haben. Trifft man bestimmte Vorkehrungen, ist es zwar m\u00f6glich, diesen Abgleich weitestgehend zu vermeiden, diese sind aber immer mit einem Mehraufwand verbunden und im Zweifelsfall nicht rechtssicher.<\/p>\n

Dar\u00fcber hinaus ist das Abgleichen der Kontakte nicht das einzige Datenschutzproblem. WhatsApp stellt den Business-Kunden zwar einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag zur Verf\u00fcgung, doch dieser erf\u00fcllt nicht die Anforderungen der DSGVO. Unter anderem leitet WhatsApp Daten an Meta (fr\u00fcher Facebook) weiter. Die Verarbeitung durch Dritte muss aber einem gesondert erw\u00e4hnten Zweck dienen, damit diese zul\u00e4ssig wird. Dieses Problem l\u00e4sst sich auf Seiten Ihres Unternehmens nicht l\u00f6sen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Die API \u2013 \u201eWhatsApp Business Solution\u201c<\/h3>\n

Die API-Version von WhatsApp Business kann f\u00fcr zwei verschiedene Zwecke eingesetzt werden: Als Supportkanal f\u00fcr Kunden (\u201eCustomer Care Chat\u201c) oder f\u00fcr das Versenden von Benachrichtigungen (\u201eNotifications\u201c). Kontaktiert ein Kunde Ihr Unternehmen \u00fcber WhatsApp, haben Sie 24 Stunden Zeit, zu antworten. Danach k\u00f6nnen Sie nur mit einer von Whatsapp definierten Vorlage antworten \u2013 und zwar kostenpflichtig. Diese Vorlagen sind auch Ihre einzige M\u00f6glichkeit von sich aus zum Kunden Kontakt aufzunehmen, via \u201eNotification\u201c. So will WhatsApp Spam vorbeugen. M\u00f6chten Sie Ihre eigene Vorlage nutzen, muss diese von WhatsApp, beziehungsweise Meta, erst abgesegnet werden.<\/p>\n

\u00dcberhaupt an diesen Punkt zu gelangen ist allerdings ziemlich aufw\u00e4ndig. Der Zugang zur API muss bei Meta beantragt werden, dann muss das Ganze genehmigt werden und erst dann kann die API angebunden werden. Haben Sie diese M\u00f6glichkeit nicht, m\u00fcssen Sie auf einen Messaging Solution Provider zur\u00fcckgreifen, der als Zwischenschritt zwischen Ihnen und WhatsApp steht. Dies bedeutet immer auch h\u00f6here Kosten.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

WhatsApp Business (Solution) oder SMS?<\/h3>\n

Wir m\u00fcssen diese Frage stellen: Was lohnt sich denn nun eher, Business-SMS oder WhatsApp Business? Auch wenn diese Frage f\u00fcr jedes Unternehmen individuell zu beantworten ist, gibt es doch einige Stichpunkte, die Sie bei Ihrer Entscheidung im Hinterkopf behalten sollten.\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>

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Erreichbarkeit\u00a0<\/span><\/h4>\n

WhatsApp wirbt damit, dass sie zwei Milliarden Menschen auf der Welt erreichen k\u00f6nnen. Da k\u00f6nnen SMS nat\u00fcrlich locker mithalten, sie erreichen potentiell jeden Menschen auf der Welt mit einem Handy.\u00a0Das Argument der potentiellen Erreichbarkeit ist allerdings eher schwach, denn in keinem Fall k\u00f6nnen Sie die Zahl der Nutzer*innen \u201eeinfach so\u201c anschreiben. Daher fallen weitere \u00dcberlegungen st\u00e4rker ins Gewicht.\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>

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Einwilligung<\/h4>\n

Nur um das ganz klar zu sagen: Sie sollten immer <\/b>sichergehen, dass sie eine Einwilligung<\/a> haben, wenn Sie als Unternehmen Kunden kontaktieren, v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, ob Sie SMS oder Messenger nutzen. Allerdings machen SMS Ihnen den angemessenen Kontakt leichter, denn Sie selbst entscheiden welche Nachricht Sie wann welchem Kunden senden. Dies ist bei WhatsApp Business (Solution) nicht immer gegeben. Au\u00dferdem k\u00f6nnen Sie SMS \u00fcber ein Gateway verschicken, das in Deutschland betrieben wird und datenschutzkonforme AV-Vertr\u00e4ge anbietet. Diese Umst\u00e4nde schaffen ein h\u00f6heres Vertrauen, denn Sie und Ihre Kunden sind von vornherein besser gesch\u00fctzt. So f\u00e4llt die Einwilligung sicherlich leichter.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>

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Medien<\/h4>\n

Conversational Marketing, also ein Marketinggespr\u00e4ch zwischen Unternehmen und Kunden, wird ein enormes Zukunftspotential zugeschrieben. Dazu brauchen Sie WhatsApp allerdings nicht. Es gibt zahlreiche Alternativen und mit einer Inbound-Nummer k\u00f6nnen Sie auch \u00fcber SMS mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben. Ohne Zeitbeschr\u00e4nkungen oder vorgegebene Vorlagen. Klar, Bilder k\u00f6nnen in SMS bisher nicht versendet werden, Links allerdings schon. Eine tolle Landingpage wird Ihren Kunden in seiner Customer Journey<\/a> sowieso eher \u00fcberzeugen als ein einzelnes Bild. Am Ende ist die Erfahrung in dem Kundengespr\u00e4ch immer wichtiger als der Kanal \u00fcber den es stattfindet.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

WhatsApp Business: Ein kompliziertes Risiko das man eingehen kann, aber nicht muss.\u00a0<\/span><\/h4>\n

Wie Sie sehen ist WhatsApp Business datenschutzrechtlich \u00e4hnlich bedenklich wie seine datenhungrige Mutter Meta. Trotzdem ist es nat\u00fcrlich letztlich Ihnen \u00fcberlassen, f\u00fcr welche Art der mobilen Kundenkommunikation Sie sich entscheiden. W\u00e4hrend wir denken, dass es f\u00fcr niemanden sinnvoll ist, die WhatsApp Business App zu nutzen, kann die Business API je nach Anforderungen sicher sinnvoll sein. F\u00fcr eine flexible, sichere und best\u00e4ndige Kommunikation sind SMS aber nach wie vor die bessere Wahl.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Mit besten Gr\u00fc\u00dfen<\/span><\/h6><\/div><\/div>
\"Ihr<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>

Headerbild von iStock.com\/courtneyk<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Was Sie \u00fcber WhatsApp Business wissen sollten. Im Februar 2020 hatte WhatsApp 2 Milliarden aktive Nutzer weltweit. In Deutschland nutzen den Messenger jeden Tag fast 58\u00a0Millionen Menschen. Diese Zahlen sind nat\u00fcrlich auf den ersten Blick beeindruckend und lassen das ein oder andere Marketer-Herz h\u00f6her schlagen. Daher nutzten Unternehmen WhatsApp in der Vergangenheit zum Versand von...","protected":false},"author":1,"featured_media":20223,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[401],"tags":[4854,217,4833,4852,4853],"class_list":["post-20139","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-marketing","tag-conversational-marketing","tag-dsgvo","tag-einwilligung","tag-whatsapp","tag-whatsapp-business"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20139","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20139"}],"version-history":[{"count":40,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20139\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89311,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20139\/revisions\/89311"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20223"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20139"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20139"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.seven.io\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20139"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}